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Karin Böseler, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Die medizinische und möglicherweise auch erforderliche therapeutische Versorgung (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) der an Krebs erkrankten Kinder wird durch Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und Therapeuten durchgeführt, teilweise sind Behandlungen stationär erforderlich und müssen im häuslichen Umfeld fortgeführt werden. In Gesprächen mit den Ärzten oder Therapeuten werden unterschiedliche Bedürfnisse, Sorgen und Ängste von Eltern und Kindern besprochen, eine professionelle psychotherapeutische Begleitung ist damit aber noch nicht gewährleistet. Die Bedürfnisse, Sorgen, Ängste und Fragen der Eltern, der krebskranken Kinder und Geschwisterkinder berühren und betreffen vielseitige Themen, die durch die unterstützende psychotherapeutische Hilfe und Begleitung bearbeitet werden können. Für viele Familien steht zunächst die medizinische Versorgung des an krebskranken Kindes im Vordergrund. Diese wichtigen und lebensnotwendigen medizinischen Behandlungen mit all ihren Folgen (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie, Nachversorgung) hinterlassen nicht nur sichtbare Spuren wie z. B. Narben, sie hinterlassen seelische und psychische „Verletzungen“, die jedes einzelne Familienmitglied, nicht nur das an Krebs erkrankte Kind, individuell erlebt. Manche seelischen und psychischen „Verletzungen“, Ängste und Sorgen öffnen sich oft erst dann, wenn die krebskranken Kinder aus der stationären entlassen und wieder zu Hause sind. Die Familie wünscht sich dann, an das Leben vor der Krebserkrankung anzuknüpfen und den sogenannten normalen und geregelten Tagesablauf wieder herzustellen. Die Krebserkrankung eines Kindes verändert aber ALLES. Freizeit, Entspannungsmomente, lieb gewonnene Gewohnheiten der Eltern geraten ins Abseits. Die Gedanken sind mehr oder weniger mit der Krebserkrankung beschäftigt, es entstehen Fragen und der Wunsch nach Antworten. Geschwisterkinder, egal welchen Alters, müssen seit Beginn der Erkrankung des an Krebs erkrankten Kindes mit Einschränkungen fertig werden, zum Beispiel können sie weniger Zeit mit den Eltern verbringen, erleben die Ängste, Trauer, manchmal auch Wut und Sorgen der Eltern direkt und indirekt mit, entwickeln selber Ängste vor Erkrankung oder gar Eifersucht gegenüber dem erkrankten Kind. Weiterhin müssen sie sich mit Themen und Folgen einer Krebserkrankung auseinander setzen, die ein sorgloses Leben nicht mehr so einfach zulassen. Das betroffene, krebskranke Kind erlebt die Schwere der Erkrankung ebenfalls individuell, je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes, Art und Krankheitsverlauf der Krebserkrankung spielen eine wichtige Rolle in der Krankheitsverarbeitung. Einschränkungen, Schmerzen, Angst, Unwohlsein, körperliche und seelische Schwäche, Tränen, Wut und möglicherweise auch fehlende soziale Kontakte zu Freunden und Freundinnen beeinträchtigen das Leben des Kindes. Die Folgen können depressive Verhaltensweisen, sozialer Rückzug, mangelnde Kommunikationsbereitschaft, direkte und indirekte Ängste, Trennungsängste, Schlafstörungen, Verdrängung, mangelnde Krankheitseinsicht, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, und andere Verhaltensauffälligkeiten sein. Die Ausprägung dieser Folgen sind unterschiedlich und werden von dem Kind selbst oder von der Familie, Eltern und Geschwister, als mehr oder weniger belastend wahrgenommen. Die Psychotherapie bzw. psychotherapeutische Begleitung und Beratung stellt sich unterschiedlichen Fragen und Anliegen von Familien mit einem an Krebs erkrankten Kind. Wichtigstes Anliegen ist die Unterstützung und Bearbeitung von Krankheitsverarbeitung und Ängsten. Weiterhin stehen oft Fragen zur Erziehung von Kindern in besonders belastenden Situationen an. Diese Fragen werden familien- und lösungsorientiert bearbeitet. Unterstützende und entlastende Gespräche sowie psychotherapeutische Angebote wie Entspannungstechniken, Spiel- und andere Fördermöglichkeiten fließen in die mobile Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit ein. Gemeinsam mit den Familien werden, falls erforderlich, auch weiterführende Behandlungen, ob medizinisch, therapeutisch oder auch pädagogisch diskutiert.
Karin Böseler |
Nächste Termine
| Montag, 30.01.2012, 20:00 Uhr Treffen der Verwaisten |
| Samstag, 11.02.2012, 14:00 Uhr Müttertag 2012 |
| Mittwoch, 15.02.2012, 20:00 Uhr Stammtisch Februar 2012 |
| Donnerstag, 01.03.2012, 20:00 Uhr Treffen der Verwaisten |
| Mittwoch, 14.03.2012, 20:00 Uhr Elternabend März 2012 |
| Donnerstag, 05.04.2012, 20:00 Uhr Treffen der Verwaisten |
| Mittwoch, 11.04.2012, 20:00 Uhr Stammtisch April 2012 |
| Donnerstag, 03.05.2012, 20:00 Uhr Treffen der Verwaisten |
| Mittwoch, 09.05.2012, 20:00 Uhr Elternabend Mai 2012 |
| Donnerstag, 17.05.2012, 08:00 Uhr Seminar auf Langeoog 2012 |
